Hölzer

Holzsorten

Auf den folgenden Seiten versuche ich einen  - wirklich kurzen - Überblick über die Hölzer zu gvermitteln die ich verwende.

In der Regel stammen alle verwendeten Hölzer "aus Nachbars Garten" und werden von mir gelagert und getrocknet bis ich sie verwenden und schnitzen kann.
Manchmal sind besondere Raritäten dabei, über die ich, wenn überhaupt, nur ganz unzureichende Informationen gefunden habe. Als Beispiel sei hier Rhododendron oder Rosenwurzelknolle genannt.

Das einzige Holz, dass ich zukaufe ist Linde, da ich in meiner Nähe bis jetzt noch keine Quelle aufgetan habe.

Bei manchen werken benutze ich sogar Leimholz - auf dessen Beschreibung werde ich verzichten. Es ist ein ganz interessanter Werkstoff. Es ist ein sehr weiches, langfaseriges Holz mit schöner Maserung. Aber sehen Sie selbst, im Bereich "Meine Werke".

Ahorn 01

Ahorn (Acer) gibt es in einer Vielzahl von Arten.
Das Holz hat eine feine Porung und hat eine sehr gleichmäßige Struktur. Die Farbe geht von fast weiß bis hin zu einem sehr hellen braun.

Bei der Härte ds Holzes unterscheiden sich die verschiedenen Arten sehr wohl. Im amerikanischen Raum gibt es daher sogar die Einteilung "Soft Maple" (weiches Ahorn) und "Hard Maple" (hartes Ahorn).

In Europa wird zumeist Bergahorn (Acer pseudoplatanus) verwendet. Sein Holz ist dicht und hart und es lässt sich sehr gut bearbeiten. Es lässt sich gut schnitzen und die Oberflächen lassen sich hervorragend glätten. Außerdem ist Bergahorn im Musikinstrumentenbau sehr beliebt, da es sehr gute Klangeigenschaften hat. 

Außerdem gibt es in Europa Spitzahorn und Feldahorn. Ihr Holz ist ist meist bräunlich mit einem gräulichen Stich, manchmal soll es sogar eine leichte rosafärbung haben. Es ist nicht so dekorativ wie der häufiger verwendete hellere Bergahorn. Auch sind die beiden wesentlich härter.

Manchmal spricht man von  "kanadischen Ahorn". Man meint hier in der Regel den Zuckerahorns (Acer saccharum).
Zuckerahorn wächst in Nordamerika und Kanada. Sein Holz ist dicht und hart und gehört zur Kategorie Hard Maple in diesem besonderen Fall auch Sugar Maple.
Das Spätholz ist rötlich abgesetzt. Der Kern ist braun stellenweise hat er einen Stich ins grünliche. Der Faserverlauf ist gerade und das Holz hat eine schlichte Struktur, es ist dicht und feinporig.

Apfelholz

Das Holz des Apfelbaumes (Pirus Malus) ist schwer, hart und fest. Es wird daher für Teile verwendet die mechanisch stark beansprucht werden. Das Holz des Kulturapfels (Malus x domestica), welches die bekannteste und wirtschaftlich bedeutenste Art ist, ist dicht, hart und mittelschwer.

Der mitunter recht breite Splint besitzt eine weißlich-gelbliche Färbung. Das Kernholz ist hautfarben, hell bis kräftig bräunlich. Die unterschiedliche Färbung von Kern- und Splintholz kann man sich bei kleinen Schnitzereien zu Nutze machen und so tolle Effekte zwischen Hell und Dunkel  erzielen. Dafür ist die Maserung an sich nicht sehr auffällig.

Der Kern neigt zur Bildung von dunklen, bis hin zu schwarzen Zonen.

Es lässt sich sehr gut schnitzen und bearbeiten

Birkenholz 01

Das Holz der Birke (Betula) besteht hauptsächlich aus Splintholz. Es ist meist hellgelblich, der Kern kann dunkler, selten violett sein. Es ist hart, schwer, zäh und elastisch.

Insgesamt ist es ein hellfarbiges, eher schlichtes Holz. Die Jahresringe sind durch schmale Spätholzstreifen abgegrenzt.     Je nach Faserverlauf können sehr schöne Muster entstehen.

Das Holz lässt sich gut schnitzen und bearbeiten. Es lässt sich auch sehr gut polieren und ist auch bei Drechslern sehr beliebt.

Birnenholz

Das Holz der Birne (Pyrus communis) besteht aus einem blassen Splintholz und dem Kernholz. Die Farbe des  Splintholzes geht ins gelbliche manchmal leicht rosafarben, das Kernholz geht von eher fleischfarben bis zu einen leichten rosabraun.
Das Holz der Birne zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Gleichmäßigkeit aus und hat eine sehr feine, ebenmäßige und glatte Struktur. Die Fasern verlaufen zumeist gerade. Manchmal, wenn es zu unregelmäßigkeiten kommt, sieht man wunderschöne Muster.

Die Trockung des Holzes dauert ein wenig, da Birnenholz nur langsam trocknet. Wenn der Faserverlaf unregelmäßig ist, neigt es dazu sich zu verziehen und zu werfen.
Das Holz ist kräftig, zäh und standfest. Das Holz lässt sich gut bearbeiten. Man sagt jedoch es wäre "mäßig schwer zu sägen" - dies kann ich aus meiner Erfahrung jedoch weniger bestätigen.

Birnenholz wird sehr gerne zum Drechseln verwendet. Wegen seiner feinen Struktur ist es auch ein beliebtes Holz bei den Schnitzern.

Birnen gibt es in unzähligen Arten, doch alle von der Wildbirne ab. 

Buchenholz

Die Buche (Rotbuche - Fagus sylvatica) ist eines der wichtigsten heimisches Laubhölzer und wird sehr vielseitig eingesetzt, vor allem im  Möbel- und Innenausbau.

Buchenholz ist schwer, hart, sehr zäh  und sehr tragfähig.
Es hat unterschiedliche Färbungen. Es ist gut erkennbar an den vielen kleinen Spiegeln auf der Holzoberfläche.
Buche "arbeite" mehr als andere Hölzer und es schwindet recht stark.

Buchen gehören zu den Kernholzbäumen. Splint- und Kernholz sind gleichermaßen blaßgelblich bis rötlichweiß, gedämpft rötlichbraun. Das Holz ist feinporig und hat eine gleichmäßige Struktur, es ist in der Regel keine auffällige Zeichnung erkennbar.
bei alten Bäumen bildet sich unter Umständen eine rotbraune Färbung, die als "Rotkern" bezeichnet wird.

Die Oberfläche lässt sich problemlos und bearbeiten und polieren.

Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) wurde etwa 1828 von Amerika nach Europa eingeführt und kann seit ca. 1880 als heimisch angesehen werden.

Splint- und Kernholz unterscheiden sich bei der Douglasie deutlich: der Splint ist gelblich bis rötlichweiß, frisches Kernholz gelblichbraun bis rötlichgelb gefärbt, das schnell zu einem braunrot bis dunkelrot nachdunkelt. Besonders bei dunkler Färbung besteht eine gewisse Ähnlichkeit zum Holz der Lärche. Die Bäume wachsen in den ersten 50-60 Jahren sehr schnell, woraus sich im Kernholz zunächst breitere (5-10mm), später dünnere Jahresringe ausbilden. 

Je nach Standort und Wuchsbedingungen können das Bild des Holzes und seine Eigenschaften stark schwanken. Feine Jahresringe, wenige Äste und geringer Harzgehalt sind allgemein Anzeichen für gute Eigenschaften. Das Holz der Douglasie ist mittelschwer und - auf andere Nadelhölzer bezogen - vergleichsweise hart. Es schwindet wenig und zeichnet sich durch ein gutes Stehvermögen aus. Die Douglasie hat gute Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften. Das Holz hat eine gute Resistenz gegen Pilze und Insekten und auch der Witterung ausgesetzt zeigt es eine gute natürliche Dauerhaftigkeit.

Aufgrund des möglichen Harzaustrittes, muß man bei der Auswahl sehr genau aufpassen. Feinringiges Holz ist weicher und läßt sich allgemein besser als großringiges bearbeiten. Im Außenbereich werden eisenfreie Metalle als Verbindungsmittel empfohlen, um Verfärbungen vorzubeugen. Bei der Behandlung der Oberflächen sollte ein möglicher Harzaustritt durch die Wahl geeigneter Anstrichmittel oder durch das Aussortieren stark harzhaltiger Teile Rechnung getragen werden.

Ebenholz 01

Ebenholz (Diospyros) ist nicht in Europa heimisch.
Ich habe ein paar kleine Stücke schwarzes Ebenholz als Geschenk bekommen. Deshalb habe ich es hier aufgenommen und versucht etwas darüber in Erfahrung zu bringen.

Es ist eines der wertvollsten Hölzer der Welt.
Hört man von Ebenholz meint man es müsste durchgängig tiefschwarz sein, tatsächlich gibt es unterschiedliche Arten deren Farbe auch variieren kann. So gibt es beispielsweise Ebenholzsorten, deren Grundfarbe dunkelgrün, dunkelbraun bis rötlich ja sogar weiß sein kann.

Durch die große Härte ist Ebenholz schwer zu bearbeiten, außerdem neigt es zum ausreißen und splittern. Das Kernholz hat keine sichtbaren Jahresringe und ist sehr hart und schwer. Das gelb-graue Splintholz ist eher grau oder gelblich und wird eher als wertlos betrachtet und daher kaum gehandelt.

Beim Bearbeiten sollte man sicherheitshalber einen Atemschutz tragen, da vor Allem der Schleifstaub von Ebenholz Haut, Lunge und Augen reizen soll.

Eiche

Wenn man von Eiche (Quercus) spricht meint man in der Regel entweder die Stieleiche (Quercus robur) oder die Traubeneiche (Quercus petraea). Die Eigenschaften der beiden Hölzer sind nahezu identisch, so dass man im allgemeinen nur von Eichenholz spricht.

Der Unterschied zwischen Kern- und Splintholz ist deutlich. Splintholz erscheint Grauweiß und Kernholz ist von gelbbraun bis mittelbraun gefärbt. Das Holz dunkelt stark nach. Das Kernholz enthält sehr viel Gerbsäure. 

Das Holz ist mittelschwer bis schwer und har und hat ausgezeichnete Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften und hohem Abnutzungswiderstand. Es ist dichtfaserig und mäßig fest. Es ist leicht zu spalten und lässt sich gut bearbeiten, allerdings neigt es ein wenig zur Bildung von Rissen.

Das Holz sollte langsam getrocknet werden, da es sonst zu Rissbildung neigt und sich verwirft. Es schwindet nur mäßig und häufig erhält es beim Trocknen einen dunkleren Farbton.

Beim Ölen muß man beachten, dass das Splintholz gut zu tränken ist und das Kernholz sehr schwer. Kernholz ist unter Wasser nahezu unbegrenzt haltbar. Splintholz dagegen ist eher verwitterungsanfällig.

Esche

Esche (Fraxinus excelsior / gemeine Esche) ist über ganz Europa verbreitet und zählt mit zu den höchsten Laubbäumen.

Das Holz ist hart, langfaserig und sehr elastisch. In der Regel ist es unregelmäßig gestreift. Es ist gut spalt- und bearbeitbar und hat eine sehr hohe Tragfähigkeit.
Das Holz findet sich in der Möbelindustrie oder beim Bootsbau, aber auch zur Fertigung von Qeues oder Baseballschlägern Verwendung.

Amerikanische Esche ist graubraun mit leichtem rotstich.
Die Gemeine Esche hat ein weißliches Splintholz welches vom Kernholz nicht immer farblich abgegrenzt ist (gelblich bis rotlich weiß).  Der Faserverlauf ist gerade, die Holzstruktur eher grob.
Eschenholz ist ringporig und die Jahresringes sind deutlich erkennbar. Das Holz trocknet recht schnell mit nur geringen Qualitätseinbußen. Es ist leicht zu verleimen und nimmt Beizen und Polituren gut an.

Eschenholz ist das Holz das sich am besten zum „Dampfbiegen“ eignet und daher früher bei Wagnern oft gesehen.